Püttgeschichten

Leuchtender Körper bereitet Sorgen

Leuchtender Körper unter Tage

Dortmung den 20ten Januar 1823
Königlich Preußisches Westfälisches Oberbergamt

Seiner Herren Staatsminister von Altenstein Exellenz ist die Nachricht zugekommen, daß in der Stein "Kohlen" Ofenberg bei Dortmund ein leuchtender Körper gefunden sind, und soll der Referendarin Laroche davon Kenntnis haben.

Wir fordern die Königlichen Märkischen Bergamt.. hierdurch auf, mit umgehender Post von zuzeigend: ob und in wir derer die Sorge begründet, und was .. der Referendarin von Laroche davon bekannt ist? mit dem Bemerken, daß auch den Geschworenen Lind zur Auskunft darüber auffordern werden.

 

Schießmeister brauchen Brillen

Im Streb

An das Bergamt Recklinghausen II, (Brief vom 1.Juni 1946)

Seit Monaten haben wir die Klagen von älteren Schießmeistern und Schießhauern vorliegen, daß sie ihr Schießbuch nicht richtig ausfüllen können, weil ihnen die Brille fehlt. In den hiesigen einschlägigen Geschäften sind keine Brillen zu haben. ...Dieser Mangel wirkt sich für den Betrieb immer nachteiliger aus und wir bitten auch von dort alles zu versuchen, um den betreffenden Belgschaftsmitgliedern zu den Besitz einer Taschenuhr zu verhelfen.

 

Staubaufwirbelung durch die Russen

Staubaufwirbelung

Verhandelt am 23.2.1945. Steckel zur Kenntnisnahme und Unterschrift vorgelegt.
Zeche Schlägel & Eisen, den 26.2.1945 An das Bergamt Recklinghausen II in Recklinghausen 

Eingabe des Bermanns Otto Steckel an die Bergbau-Berufsgenossenschaft, Bochum. Bei der Verhandlung am 23.2.1945, welche die in dem Schreiben gemeldeten Mängel zum Gegenstand hatte, waren zugegen:

  • Herr Erster Bergrat Isselstein,
  • Herr Bergwerksdirektor Quentin,
  • Herr Grubeninspektor Schäfer,
  • Herr Betriebsführer Strieter und
  • Herr Betriebsobmann Fromme.

Steckel gibt zu, daß die Staubaufwirbelung so groß nicht gewesen sei und nur durch die Russen verursacht werden, die ihre Füße nicht richtig aufheben. Es handelt sich nicht um Kohlenstaub. Ganz ließe sich die Staubablagerung schon durch das Einstauben selbst auch nicht vermeiden. Seine eingereichte Beschwerde hat er weder dem Betriebsführer noch dem Betriebsobmann vorgetragen. Sachlich ist die Beschwerde falsch und war eine Anschuldigung, die Steckel nicht aufrechterhalten konnte. Steckel entschuldigte sich bei dem Grubeninspektor und Betriebsführer und bat um völlige Beilegung der Angelegenheit und Herstellung des offenen persönlichen Verhältnisses.
Die Verhandlung wurde damit geschlossen, daß Steckel aber nicht den Eindruck haben sollte, daß seine Absicht, im Betrieb durch Verbesserungsvorschläge mitzuarbeiten, nicht anerkennt würde, sondern daß Mitarbeiter immer erwünscht seien. Haltlose Beschwerdebriefe jedoch führten nicht zum Erfolg.

 

Uhren für manche Bergleute

Uhren für manche Bergleute

Auszug aus einem Brief an das Wirtschaftsamt Recklinghausen vom 13.01.1946: Versorgung der Bergleute mit Mangelwaren

Nach der Bergpolizeiverordnung für die Steinkohlenbergwerke vom 1.Mai 1935 ist für verschiedene Gruppen von Bergleuten bei ihrer Arbeit die Einhaltung zeitlich genau festgelegter Fristen vorgeschrieben (z.B. Schießberechtigte). Dazu werden Uhren benötigt.
Ebenso sind Uhren für manche Bergleute aus sicherheitlichen und wirtschaftlichen Gründen erforderlich (z.B. Aufsichtspersonen, Förderleute). Ebenfalls ist an den verschiedensten Punkten des Betriebsablaufes in einem Steinkohlenbergwerk die Einhaltung bestimmter  Zeiten notwendig, um Stockungen des Arbeitsrhytmus zu vermeiden (Seilfahrt, Zugverkehr in den Hauptförderstrecken, Maschinenbetrieb usw.).